Ostalgie pur – der Trabbi

Kaum ein Auto weckt so viele Erinnerungen wie der Trabant, kurz Trabi oder auch Trabbi genannt. Vor allem die Menschen, die in der DDR geboren sind und damals bereits in dem Alter waren, ein Auto zu fahren, verbinden ein gutes Stück persönliche Geschichte mit diesem eigentümlichen Fahrzeug.

Der Trabbi war zwar wegen seines Materials als minderwertig verschrien und wurde gern als “Rennpappe” bezeichnet – auch wenn die Verkleidung der Stahlkarosserie des Trabbi nicht aus Pappe, sondern aus einem speziell entwickelten Kunststoff bestand. Und so überstand der Trabi dank seiner robusten Bauweise so manchen Unfall schadlos. Nun gut, viele Fahrer berichten von gerissenen Keilriemen, aber wozu hatte man denn eine Beifahrerin, die das Ersatzteil in Form einer Perlonstrumpfhose (der Ostvariante der Nylonstrumpfhose) am Körper trug. Selbst die Winterzeit, in der der Trabbi gerne mal schwer bis gar nicht ansprang, überstand das Kultfahrzeug schadlos.
Nur bei einem verstanden die DDR-Bürger keinen Spaß: bei der oft lange Jahre dauernden Wartezeit, die verging, bevor man seinen brandneuen Trabbi in der Einfahrt oder der Garage stehen hatte. Aber wenn man seinen Trabbi dann hatte, konnte man sich der Neider sicher sein, die noch immer auf ihren Trabi warten mussten. Bis 1991, dem Jahr, in dem die Produktion des Trabi beendet wurde, wurden mehr als drei Millionen Fahrzeuge gebaut. Herstellungsort des Trabi war übrigens die sächsische Stadt Zwickau.
Der Trabbi ist ein ein Kultauto

Der Trabbi ist ein ein Kultauto

Und so ist der Trabbi ein gutes Stück Ostalgie, Teil der Kultur der DDR, so sehr mit dem sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat verbunden wie etwa das Ampelmännchen, die Club Cola und die Hallorenkugeln. Noch immer ist der Trabi im Straßenbild präsent, schließlich sind mehr als 30.000 Modelle in Deutschland registriert. Eine große Anzahl an Automobil-Clubs, die sich ausschließlich dem Trabbi und seinem Tuning widmen, zeigt das immer noch vorhandene Interesse. Und dass die Clubs sich nicht nur im Osten Deutschlands befinden, beweist, dass der Trabi mehr ist als nur ein Fahrzeug: Er ist ein Kultobjekt

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